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Um an die Vergangenheit zu erinnern, fand am Freitag, den 09. November 2018 eine gemeinschaftliche Veranstaltung zum Thema "Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage" unter dem Motto "ICH-DU-WIR- Ankommen in der Zukunft" statt.

Im Hinblick darauf entwarf und konstruierte der Kunstkurs ku1, angeleitet von Frau Lincke, eine Ausstellung zum gleichnamigen Motto. Der Kurs beschäftigte sich mit dem hochaktuellen Thema der Flucht und der Empfindungen, die geflüchtete Menschen haben könnten sobald sie in einem neuen Land ankommen. Passend zu der Bedeutsamkeit dieses heiklen Themas wurden ausschließlich grafische Arbeiten bzw. Zeichnungen angefertigt. Jedes fertige Werk wurde zusätzlich mit einer kurzen Beschreibung versehen, auf der nachzulesen war, welche Bedeutung das jeweilige Bild hatte und welche Intention der Künstler damit bezweckte. Aufgegriffen werden besonders die Aspekte der Angst, der Trauer und der Ungewissheit, jedoch auch Aspekte der Freude und des Zusammenhalts der Menschen. An den Zusammenhalt wird in den fertigen Werken indirekt appelliert, was sich bereits in der Skizzenarbeit, welche ebenfalls anzusehen war, herauskristallisiert hat.

Kunstwerk02

Zentraler Blickpunkt der Ausstellung war eine Skulptur aus Kalkstein, welche im Sommer 2018 in einem Bildhauer-Workshop von einer Stipendiatin (Julia Jäger, 12 E1) aus dem Kunstkurs ku1 händisch gefertigt und wurde. Die Skulptur hat sich thematisch hauptsächlich mit dem dem Aspekt der Zukunft bzw. dem Thema "Ankommen in der Zukunft" beschäftigt. Sie zeigt ein Tor bzw. eine Art Durchgang, welcher, von der einen Seite gesehen, vollkommen offen ist, jedoch einem einzigen schwarzen Loch ähnelt. Darunter ist das Wort "Veritas" (lat.=Wahrheit) eingeritzt, welches darauf hindeutet, dass denjenigen nichts als die Wahrheit erwartet (auch wenn die Sache selbst ungewiss und nicht auszumachen ist), der durch den symbolischen Durchgang "in seine Zukunft tritt“.

Zudem sind über dem dunklen Tunnel Engelsflügel hervorgehoben, was bedeutet, dass man keine Angst haben muss, wenn man "durch die Dunkelheit bzw. die Ungewissheit tritt", da man beschützt wird.

Von der anderen Seite betrachtet man Treppenstufen, welche zu einer Tür bzw. einem Tor führen, welches leicht geöffnet ist, jedoch nur einen Spalt, sodass Licht durchscheinen kann, man jedoch nicht sehen kann, was dahinter liegt. Darüber ist das Symbol der Dreifaltigkeit zu finden welches eine aufgehende Sonne einschließt. Dies bedeutet, dass ein neuer Anfang oder ein neuer Abschnitt im Leben bevorsteht. Zwischen den beiden Durchgängen gibt es außen keine Verbindung, was bedeutet, dass man sich nicht für den anderen Weg entscheiden kann, sondern nur, den einen Weg zu gehen oder nicht zu gehen und zu warten bis man die Chance bekommt, den anderen Weg zu gehen.

Die Skulptur soll deutlich machen, dass es im Leben immer wieder Situationen gibt, bei denen man sich entscheiden muss, einen Weg zu gehen oder nicht, ob es nun kleine oder große und bedeutsame Entscheidungen sind. Auch ist ein Weg nicht immer leicht zu gehen, da man nicht immer (wie auf der einen Seite) ein Licht sieht, das durchscheint. Denn es gibt auch Situationen, bei denen man nicht weiß, was einen erwartet und was als nächstes kommt.

Solche Entscheidungen zu treffen ist nie leicht. Auf diese Weise kann man sich vielleicht etwas näher vorstellen, was ein flüchtender Mensch fühlt, denn für ihn gibt es oft auch nur die Möglichkeit zu bleiben- oder den Weg zu gehen, der kein Licht verspricht, jedoch Hoffnung spendet.

Würdest Du den Weg gehen?

Kunstwerk01