Schulprofil

Gemeinschaft

Unterricht

Ganztag

Förderung & Beratung

Service

Startseite
Leitbild: Junge Menschen stark machen
Kunst: KI - Last oder Lebenssinn?
Skifahren in der 7. Klasse
Informatikwettbewerb
Trampolin-AG
Schüleruniversitätstage im Juleum
Fahrten und Exkursionen
Besondere Musikförderung: Musikklassen und -ensemble
Einschulung: Schüler werden
Weg zum Traumberuf: Berufsfindungsbörse
Veranstaltungen das ganze Jahr
Schnupperabend: Besuch von den Grundschulen
Theater AGs am Julianum
Spanienaustausch
Drachenboot-AG
Ausflüge und Exkursionen
Sport in Unterricht und AGs

Julianum Adventskalender 2022

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Dieses Türchen bleibt noch geschlossen

Banner

Nach zwei Jahren und viermaligem Versuch die Reise nach Frankreich anzutreten, hat es nun endlich geklappt. Am 27.06. stiegen die Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Brokof und Frau von den Driesch in Helmstedt in den Zug. Nach einer siebenstündigen Fahrt und dreimaligen Umsteigen war das Ziel Straßburg erreicht und es ging direkt per Bus und zu Fuß durch die Innenstadt zum Hostel.

Das „The People Hostel“ hat direkt überzeugt, denn die Zimmer waren sehr komfortabel. Nachdem die Zimmer bezogen waren, hatten die Schülerinnen und Schüler Zeit, in Kleingruppen die Stadt mit einer digitalen Rallye zu erkunden. Stationen waren dabei natürlich auch Wahrzeichen der Stadt, wie das Münster oder der Palais de Rohan. Das erste Französisch konnte beim Essengehen angewendet werden. Am späteren Abend saßen die Reisenden noch gemütlich im Innenhof des Hostels, welches in den Räumen einer alten Tabakfabrik entstanden ist, zusammen.

Am nächsten Tag ging es nach einem typisch französischen Frühstück (Croissants, Kaffee und Konfitüre) los zum ersten Highlight der Fahrt: dem Besuch im Europaparlament. Nach einem Spaziergang am Fluss Ill in der Sonne kam die Gruppe am Europaparlament an und wurde nach der Sicherheitskontrolle von ihrem Fremdenführer Thomas abgeholt.

Straßburg 2022 01

Schon in der Agora (Name für den Innenhof in Anlehnung an antike griechische Marktplätze, auf denen Volksversammlungen stattfanden) konnten sie viel über eine wichtige Person der Geschichte der Europäischen Union lernen: Louise Weiss, denn der Neubau des EU-Parlaments trägt ihren Namen. Sie hat sich ihr ganzes Leben für die Idee „Europa“ eingesetzt und wurde bei der ersten Europawahl mit 86 Jahren ins Parlament gewählt.

Straßburg 2022 02

Auch in weiteren Teilen des Gebäudes befinden sich überall Symbole, wie zum Beispiel die offene und gläserne Außengestaltung. Thomas erzählte, dass sie für die Offenheit und Transparenz der EU stünde. Auch der aus Steinplatten bestehende Fluss, der sich durch das Foyer zieht, würde das sich immer weiterentwickelnde Europa bedeuten. Der Höhepunkt der Führung war der Durchgang durch den vollbesetzten Plenarsaal, dem zweitgrößten der Welt. Am beeindruckendsten war die Leistung der Dolmetscher*innen in den schwarzen Kabinen. Da 27 Sprachen in den Sitzungen gesprochen werden, muss zeitgleich für alle anderen über die Kopfhörer übersetzt werden.
Nach eineinhalb Stunden Führung, die mit einem 360° Film endete, der die Entwicklung der Europäischen Union komprimiert und prägnant in 8 Minuten zusammenfasste, durften die Schülerinnen und Schüler alleine die Stadt besichtigen. Manche haben sich Macarons gekauft, sich ans Flussufer gesetzt, la Petit France besichtigt oder das Kunstmuseum besucht. Am Abend trafen sich wieder alle am Hostel, um vom Busbahnhof aus mit einem freundlichen Busfahrer circa 45 Minuten zu ihrem zweiten Ziel, Niederbronn-les-Bains zu fahren.

Straßburg 2022 03

Dort angekommen gab es erstmal Abendbrot und die Tischtennisplatte wurde eingeweiht.

Der Mittwoch startete für die Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Julianum, sowie den Lehrkräften, mit einer Einführung in die Erinnerungsarbeit, symbolisiert durch eine durch ein Geschoss beschädigte Baumscheibe. Er zeigte auch verschiedene Gegenstände, die sich immer noch bei Bodenbewegungen, mehr als 75 Jahre nach dem Krieg „auftauchen“, wie z.B. einen Helm; Magazine; Trinkflaschen oder Patronen.

Straßburg 2022 05

Michel Braesch, ein Mitarbeiter des CIAS Niederbronn, sensibilisierte die Gruppe einfühlsam für die überwiegend tragischen Erinnerungen, die Familien mit der Kriegsgräberstätte verbinden. Daraufhin folgte der Besuch des Gräberfelds in Niederbonn-Les Bains, bei der die Schüler*innen sich mit den Schicksalen einiger Kriegsgefallenen auseinandersetzten. Jährlich werden immer noch über 20000 Kriegstote der über 5 Millionen Vermissten in Europa geborgen, eine unglaubliche Zahl.

Straßburg 2022 06

Straßburg 2022 07

,,Es ist wichtig, dass wir uns als Jugendliche mit der Deutsch- Französischen- Geschichte befassen, die ja von Feindschaft geprägt war, um das heutige, gute Verhältnis zwischen Frankreich und Deutschland zu schätzen und es auch künftig aufrecht zu erhalten”, meinte Kader Gül.

Nachdem die Führung ihr Ende fand, ging es mit den Workshops weiter. Dafür wurden den Schülerinnen und Schülern Materialien, wie etwa letzte Briefe von Widerstandskämpfern an ihre Liebsten oder Biografien von Soldaten, von dem ,,Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge” zur Verfügung gestellt, mit denen die Jugendlichen sich auseinandersetzten.

Straßburg 2022 08

Anschließend gab es noch für 10 Abenteuerlustige die Möglichkeit, die 5 km entfernte Wasenburg zu erwandern.

Straßburg 2022 09

Nach dem Abendessen trafen sich die jungen Menschen auf dem Sportplatz, wo sie gemeinsam Fußball spielten und sich zufällig französische Jugendliche anschlossen. So kam es zu einem binationalen Spiel und weiteren Gelegenheiten, Fremdsprachenkenntnisse auf ihre „Tragfähigkeit“ zu testen.

Am darauffolgenden Tag besuchten die Schülerinnen und Schüler die „Performance-Workshops“, die sie zuvor gewählt hatten. Zur Wahl stand einerseits Trommeln unter Leitung von Dominic und andererseits das Theaterspiel unter Leitung von Jean-Martin. Während die Theaterspielenden herausgefordert wurden, Gefühle und Gedanken in einem Improvisationstheater auszudrücken und letztendlich 2 verschiedene kleine Stücke auf die Bühne brachten, mussten sich die „Trommler*innen“ diszipliniert und körperlich herausfordernd verschiedenen Rhythmen anpassen. Bis 16:30 Uhr übten beide Seiten für die – beeindruckenden – Präsentationen.

Am Freitag konnten vor der Abfahrt des Zuges noch einige Souvenirs gekauft werden, bevor es – mit nur 2 Umstiegen - wieder Richtung Helmstedt ging.

Straßburg 2022 04

Insgesamt eine bereichernde Fahrt, die den Horizont der Teilnehmenden sicher erweitert hat.
(von Kader Gül und Felizia Wolters)