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Usedom04
Zunächst als „Auswahlfahrt“ mit Zielen in Frankreich, den Niederlanden und der Insel Usedom konzipiert, hat sich die Klassenfahrt der 9. /10. Klassen des Julianums sehr schnell nur auf Usedom konzentriert – weil das Konzept, das Programm, die Einrichtung und die Atmosphäre in der Jugendbegegnungs- und Bildungsstätte Golm von Anfang an alle überzeugt haben. Seit ca. 6 Jahren wird dieser Ort deshalb schon so frühzeitig reserviert, dass er im geplanten Zeitraum exklusiv dem Julianum zur Verfügung steht.

Es können bis zu 98 Schüler (d.h. maximal 4 Parallelklassen) und ca. 8-10 Begleitpersonen (für das Julianum sind das i.d.R. die Klassenlehrer und/oder Politik- oder Geschichtslehrer) vor Ort untergebracht werden. Nur bei zahlenmäßig größeren Jahrgängen (wie das z.B. im jetzigen 9. Jahrgang der Fall ist) müssen zwei Termine gebucht werden.
Worum geht es? Wie alle unter der Schirmherrschaft des Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge stehenden Einrichtungen liegt auch die JBS Golm auf dem Gelände deutscher Kriegsgräberstätten. Die Schülerinnen und Schüler sollen
• durch ihre Arbeit auf Kriegsgräberstätten [...] einen Beitrag zum Frieden und zur internationalen Verständigung leisten
• sich angesichts der Kriegsgräber mit der Vergangenheit auseinandersetzen und sich der Auswirkungen von Krieg und Gewaltherrschaft bewusst werden
• durch die Begegnung [...] insbesondere mit jungen Menschen, gegenseitiges Verständnis entwickeln und damit Vorurteile abbauen.
Die Kriegsgräberstätte Golm und die Bildungsstätte gehören zur direkt am Stettiner Haff gelegenen, kleinen Gemeinde Kamminke. Alles befindet sich in Sichtweite zur polnischen Grenze, d.h. die polnische Stadt Świnoujście (Swinemünde) liegt nur ca. 10 Minuten entfernt.
Neben friedenspädagogischen Angeboten vor Ort (workshops in der JBS Golm, Besuch der Kriegsgräberstätte und des Dokumentationszentrums) stellt der Besuch Swinemündes einen wichtigen Bestandteil des Projektes „Arbeit für den Frieden“ dar, denn am 12. März 1945 kamen dort mehrere Tausend Menschen bei einem amerikanischen Luftangriff ums Leben. Die große Mehrheit der Opfer waren Zivilisten, darunter viele Flüchtlinge (vor allem aus dem damaligen Ostpreußen, von wo sie vor der Roten Armee geflohen waren). Sie wurden zunächst in Massengräbern bestattet, die aber nach und nach in Einzelgräber aufgelöst wurden. War der Golm, die höchste Erhebung auf Usedom, schon vorher als Soldatenfriedhof benutzt worden, so entwickelte er sich nach dem zweiten Weltkrieg zu einer der größten Kriegsgräberstätten in Deutschland.
Der historische Teil der Projektwoche auf Usedom wird ideal ergänzt durch einen Besuch des Historisch-Technischen Museums Peeenemünde auf dem Gelände der ehemaligen sog. Versuchsanstalten Peenemünde, die von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas waren: auf einer Fläche von 25 km² arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen, wie etwa dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten funktionierenden Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen die Zivilbevölkerung konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg.
Konkrete Anschauung und emotionale Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte sind zwar das Hauptanliegen einer Projektwoche auf Usedom, aber die Fahrt ist vor allem auch deshalb bei Schülern und Lehrern so beliebt, weil das Begleitprogramm aus Besichtigung, Sport und Spiel eine wunderbare Mischung ergibt – ohne dass der geschichtspädagogische Ansatz darunter leidet. Dazu gehören die Ausflüge nach Heringsdorf und Ahlbeck, der Besuch Anklams und die geführte Kanutour auf der Peene, aber vor allem auch das wunderbare Ambiente der Bildungsstätte selbst.
Was allen Teilnehmern der diesjährigen Julianumfahrt (vom 19.-23. August 2019) besonders gut gefallen hat – vielleicht auch, weil das Wetter so gut mitspielte – waren die Beachvolleyball-Turniere und die abendlichen Badebesuche mit Sonnenuntergang am malerischen Strand von Kamminke.
Dass alles so wunderbar geklappt hat, ist vor allem dem deutsch-polnischen Team der JBS Golm zu verdanken, die weitgehend die Planung der Woche übernommen und vor Ort alles perfekt organisiert hatte.

Die Klasse 10 A hat den Aufenthalt in französischen Berichten und in einer Bildersammlung dokumentiert, von denen im Folgenden ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist. (Vielen Dank an die gesamte 10A, vor allem aber an Moritz Schmidt für das Bereitstellen seiner Aufnahmen)

Voyage scolaire de la classe 10A à Golm
Nous, élèves du Gymnasium Julianum, avons passé 5 jours à Golm. C'était du 19 août jusqu'au 23 août. Toutes les classes de l'année 10 étaient là. Nous sommes arrivés à environ 14 heures, la route était très longue et fatigante. Le soir, on a fait une promenade vers la plage de Kamminke, la vue était magnifique. A l'auberge, nous avons mangé chaque matin et soir, les repas n'étaient pas mal. Le lendemain, on a passé la journée à Peenemünde et à Heringsdorf. Il y avait du temps libre pour nous, pour manger, faire des photos et nous baigner. Mercredi était le plus beau jour. On a fait un tour de canoe, c'était très amusant ! Jeudi, on a pris un petit cours linguistique de polonais pour préparer la journée en vélo à Swinemünde. Cette ville est intéressante et belle. La pizza là-bas était délicieuse ! Et le barbecue du soir l'était aussi ! C'était vraiment bien d'avoir autant de temps libre avec nos amis, mais il fallait retourner à la chambre à 22 heures. Dommage qu'il n'y avait pas de magasins ou de restaurants à côté de nous. (Renata, Jeana, Karl)